• kerstinjaud

Die sieben Säulen der Resilienz

Aktualisiert: 2. Nov.

Resilienz - oder die psychische Widerstandskraft

Resilienz ist die Fähigkeit, mit belastenden Ereignissen und Situationen umgehen zu können und gestärkt daraus hervorzugehen.

Manchen Menschen haben von Haus aus eine gute Konstitution und in ihrer Kindheit gute Startbedingungen. Andere Menschen müssen Resilienz mühevoll erlernen. Aber es ist schön, dass es möglich ist. Wer geduldig dran bleibt, wird mit mehr Lebensqualität belohnt.

Es gibt ein Resilienzmodell, das sieben Punkte beschreibt, die Resilienz ausmachen.

Die sieben Säulen der Resilienz sind:

  1. Optimismus

  2. Akzeptanz

  3. Lösungsorientierung

  4. Selbstwirksamkeit Opferrolle verlassen

  5. Verantwortung übernehmen

  6. Netzwerke und Beziehungen gestalten

  7. Zukunftsorientierung





1. Optimismus :

Alles ist vergänglich. Auch die schlechten Zeiten. Und so hilft es, positiv zu denken und den Blick nach vorne zu richten. Optimismus und positive Gedanken stärken die Widerstandskraft. Positiv denkenden Menschen wissen, dass sie aus schwierigen Situationen lernen können. Das stärkt auch das Vertrauen in sich selbst.

2. Akzeptanz:

Krisen gehören zum Leben dazu. Manche Dinge haben wir nicht in der Hand. Wer in die Akzeptanz geht, kann Stress lösen. Sie ermöglicht eine andere Sicht auf die Dinge. Wer loslässt, kämpft nicht. Wer nicht kämpft, hat mehr freie Energie für Anderes zur Verfügung.

3. Lösungsorientierung:

Resiliente Menschen verweilen nicht beim Problem, sondern haben die Möglichkeit, sich auf Lösungswege zu konzentrieren. Das macht sie entscheidungsfähig und bringt sie voran beim Überwinden ihrer Krise.

4. Selbstwirksamkeit/ Opferrolle verlassen

Selbstwirksamkeit beschreibt das Wissen, schwierige Situationen aus eigener Kraft heraus meistern zu können. Dazu ist es notwendig, aus der Opferrolle auszusteigen und lösungsorientiert zu denken. Hilfreich ist es dabei, sich selbst in seinen Emotionen regulieren zu können. Das bedeutet, Gefühle zu steuern und einen kühlen Kopf zu bewahren. Dazu bedarf es am Anfang etwas Übung.

5. Verantwortung übernehmen

Auch wenn die Probleme nicht aus deinem Handeln heraus entsprungen sind, übernimm die Verantwortung für deine Probleme und gestalte deine Zukunft aktiv.

6. Netzwerke und Beziehungen gestalten

Familie und Freunde geben in schwierigen Zeiten Kraft und helfen dir, Krisen zu überwinden. Nimm ihre Hilfe an. Du musst nicht alles alleine schaffen.

7. Zukunftsorientierung

Die Zukunft ist nicht in Stein gemeisselt. Du kannst sie mitgestalten. Halte deinen Fokus auf das Ziel und korrigiere wenn nötig deinen Kurs immer wieder.

Es handelt sich hier nur um ein Modell. Nichts im Leben ist statisch und so gibt es auch hier fließende Übergänge. In einem Punkt sind wir besser, im Anderen haben wir noch Nachbesserungsbedarf. Dieses Modell kann dazu dienen, sich zu orientieren und an sich selbst zu arbeiten. Letztendlich ist und bleibt es eine Theorie, wenn es nicht in die Praxis umgesetzt wird und wir an uns arbeiten.

Bei Resilienz geht es nicht darum, sich selbst noch mehr Leistung abverlangen zu können. Es geht viel mehr darum, zu lernen, die eigenen Zeichen für Stress frühzeitig wahrnehmen zu können und dementsprechend rechtzeitig für sich zu sorgen und zu handeln. Es geht also um Entschleunigung. Finde deine Ressourcen, deine Quellen zum Auftanken und integriere sie in deinen Alltag.


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